Die Laserreinigung wurde in den 1970er Jahren erfunden. Damals war sie vor allem auf dem Papier eine gute Idee, da Laserquellen noch in den Kinderschuhen steckten und sehr teuer waren. Folglich gelangte das Konzept nie über die Labore einiger großer Universitäten hinaus. In den letzten Jahren wurden jedoch bedeutende Innovationen in der Lasertechnologie erzielt. Laserquellen sind günstiger und leistungsstärker geworden, und die Kontrolle über die Laserpulse hat sich verbessert. Dies öffnete die Tür für kommerziell rentable Anwendungen.
Wir alle kennen einen Laserstrahl als dünnen roten Lichtstrahl, der von einem Laserpointer ausgeht. Laserstrahlen können jedoch auch in anderen Farben oder sogar in Lichtfrequenzen existieren, die für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar sind. Diese Art von „unsichtbarem“ Laser wird zur Laserreinigung eingesetzt.
Auch die Strahlleistung ist beim Laserreinigen deutlich höher: Leistungen von 1000 Watt und mehr sind üblich. Das mag zwar nicht viel erscheinen, doch diese Leistung konzentriert sich auf eine sehr kleine Fläche, was zu einer sehr hohen Energiedichte führt. Der feine Lichtpunkt kann daher das Material, auf das er trifft, in kürzester Zeit stark erhitzen. In der Praxis bedeutet dies, dass man ein Metall in Sekundenbruchteilen zum Schmelzen oder sogar zum Verdampfen bringen kann. So funktionieren auch Laserschneider: Sie verdampfen das Material, das sie beleuchten, und können so mehrere Zentimeter dicken Stahl wie Butter durchschneiden.
Die Laserreinigung ist jedoch deutlich anspruchsvoller, da wir eine Schicht auf einem anderen Material entfernen möchten, das wir nicht beschädigen oder beeinträchtigen wollen. Wie erreichen wir das?
Die kontaminierte Schicht hat fast immer eine andere Verdampfungstemperatur als die darunterliegende. Mit den richtigen Einstellungen können wir also die oberste Schicht verdampfen, ohne die darunterliegende zu beeinträchtigen. Dies ist das absolute Grundprinzip der Laserreinigung. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter.
Bei der Laserreinigung pulsieren wir den Laserstrahl, anstatt wie beim Laserschneiden einen Dauerstrahl zu verwenden. Dieses Pulsieren konzentriert die Leistung zusätzlich und erhitzt die kontaminierte Schicht noch schneller. Dadurch können wir große Flächen in kurzer Zeit reinigen.
Ein dritter Faktor ist, dass der Laserstrahl zwar die Kontaminationsschicht durchdringen kann, aber von der darunterliegenden Schicht reflektiert wird. Diese Reflexion führt dazu, dass sich die darunterliegende Schicht deutlich weniger erwärmt, während sie gleichzeitig die Kontamination von unten beleuchtet, was zu einer doppelt so starken Erwärmung führt!
Das Besondere an dieser Reinigungsmethode ist, dass wir bis auf molekulare Ebene zwischen Verunreinigungen und der darunterliegenden Schicht unterscheiden können. Das Ergebnis ist eine nahezu perfekte Reinigung. Und dann gibt es noch einen vierten Effekt: Durch die schnelle Erhitzung wird die Verbindung zwischen der darunterliegenden Schicht und den Verunreinigungen aufgebrochen. Die meisten Partikel verdampfen, wie oben beschrieben, aber die größeren Flocken und Brocken lösen sich einfach von der darunterliegenden Schicht und können problemlos abgesaugt werden. Dadurch eignet sich die Laserreinigung nicht nur für dünne, sondern auch für dickere Verunreinigungen oder Oxidationsschichten!
Durch die Anpassung von Leistung, Pulslänge, Strahlengang und anderen Parametern finden wir die optimale Einstellung zum Entfernen nahezu aller Arten von Rost, Oxidation, Farbe, Beschichtung usw. von den meisten Metall-, Stein- und sogar Holzoberflächen. Man muss es selbst erleben, um es zu glauben. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine Vorführung in Ihrem Unternehmen wünschen!
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